Asthmapatienten verfehlen häufig Therapieziele
Eine Patientenbefragung auf der österreichischen Gesundheitswebsite NetDoktor.at ergab, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen schwerwiegende Symptome oder häufige Beschwerden, wie Atemnot und nächtliches Husten aufweisen.
Bestmögliche Funktion der Lunge, Durchschlafen, keine akuten Anfälle – nationale und internationale Asthmaexperten fordern für ihre Patienten Beschwerdefreiheit und halten dies auch für erreichbar. Die seit 1993 bestehende „Global Initiative for Asthma“ (GINA) der WHO und der amerikanischen National Institutes of Health hat im Rahmen von Guidelines festgeschrieben, was eine erfolgreiche Asthmatherapie auszeichnet. Das italienische Pharmaunternehmen Chiesi hat unter den Besuchern des Asthmabereichs auf www.netdoktor.at eine anonyme Umfrage zu den wichtigsten, von GINA definierten Behandlungszielen durchgeführt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Knapp 62 Prozent der 205 Patient/innen, die zum Zeitpunkt der Auswertung den Fragebogen ausgefüllt hatten, waren in ihrem Schlaf durch Husten und Atemnot beeinträchtigt, 54 Prozent mussten in den letzten zwei Wochen vor der Befragung aufgrund von Beschwerden auf Bedarfs- bzw. Notfallmedikamente zurückgreifen und 60% der Teilnehmer/innen fühlten sich durch ihre Erkrankung manchmal in ihren alltäglichen Tätigkeiten eingeschränkt.
Insgesamt hatten 20 Prozent der Befragten ihre Erkrankung gut unter Kontrolle ( nicht oder nur selten: Schlafstörungen, medizinische Hilfe notwendig, Peak-Flow-Unterschreitungen (Ausatmungsstärke: max. Ausatmung nach max. Einatmung) & max. 4 x Bedarfs- bzw. Notfallmedikamente in den letzten zwei Wochen), 28 Prozent hatten ihr Asthma teilweise und 52 Prozent hatten ihr Asthma schlecht unter Kontrolle.
„Anhaltende Beschwerden, wie Atemnot, Schlafstörungen und Leistungseinschränkungen sind nicht nur eine unmittelbare Belastung für die Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch Anzeichen für entzündliche Veränderungen und Umbauprozesse im Rahmen der Erkrankung“, betont Dr. Sylvia Hartl, Expertin für Lungenheilkunde in Wien, in ihrem Kommentar zu den Umfrageergebnissen. Langfristig drohe damit ein Verlust von lebenswichtiger Lungenfunktion. Die Lungenfachärztin empfiehlt Asthma-Patienten folgende Checkliste mit ihrem behandelnden Arzt zu besprechen:
1. Was ist die Ursache für mein Asthma? (Allergie, kalte Luft, Rauchen, etc.)
2. Kenne ich meine individuellen Lungenfunktionswerte? (Peak-Flow-Tagebuch, Lungenfunktionskontrolle beim Arzt, u.Ä.)
3. Wie kann ich meine Lebensumstände beeinflussen? (Pflanzen und Tiere im Haushalt, Allergenbelastung am Arbeitsplatz, Pollenbelastung, etc. )
4. Habe ich bereits das für mich passende Medikament in ausreichender Dosierung?
5. Nehme ich die jährlichen Kontrolltermine beim (Fach-)arzt war?
Weitere Informationen zu Asthma - allgemeine Informationen zur Erkrankung, Diagnose und Therapie, Tipps für den Alltag etc. - finden Sie unter www.netdoktor.at und www.chiesi.at.
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