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k.A.

Hypercholesterinämie: Neue Studienergebnisse lassen hoffen

Senkung des LDL-Cholesterins um bis zu 37 Prozent erreicht. Zulassungsanträge für zielgerichtete Therapie (Mipomersen) in Europa und den USA noch für 2011 geplant

Überhöhte Cholesterinwerte gelten als eine der Hauptursachen für Artherosklerose und damit für koronare Herzerkrankungen. Familiäre Hypercholesterinämie geht überdies mit einer niedrigen Lebenserwartung einher und konnte bisher häufig nicht adäquat behandelt werden. Patienten mit erblich bedingten Cholesterinhöchstwerten können nun hoffen: zwei neue Studien der Phase-III konnten die Senkung des LDL-Cholesterins mit Hilfe einer zielgerichteten Therapie (Mipomersen) um bis zu 37 Prozent belegen. Insgesamt vier Phase-III-Studien bilden nun die Basis für die Zulassungsanträge für das Medikament in Europa und den USA.

Wie insgesamt vier Phase-III-Studien belegen, gilt Mipomersen, ein von der Firma Genzyme Corporation in Zusammenarbeit mit Isis Pharmaceuticals Inc. entwickeltes Medikament als zukunftsträchtige Therapieoption zur Behandlung von familiär bedingter Hypercholesterinämie. Zwei der vier Studien wurden anlässlich der 60. wissenschaftlichen Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert. In beiden Placebo-kontrollierten Doppelblindstudien wurden Patienten behandelt, deren Cholesterinwerte trotz lipidsenkender Therapien erhöht waren. Die Ergebnisse lassen Betroffene aufhorchen: in beiden Untersuchungen konnte einen Senkung des LDL-Cholesterins um bis zu 37 Prozent erreicht werden.

Großes Potenzial
In einer der Studien wurden 58 Patienten mit schwerer heterozygoter Familiärer Hypercholesterinämie (heFH) eingeschlossen, die bereits die maximal verträgliche Dosis lipidsenkender Medikamente einnahmen. Eine schwere heFH lag definitionsgemäß vor, wenn die LDL-Cholesterinwerte trotz dieser maximalen Behandlung über 300 mg/dl lagen oder bei gleichzeitig bestehender Koronarer Herzkrankheit bzw. anderen Formen einer klinisch manifestierten Atherosklerose sich immer noch über 200 mg/dl befanden. Die Patienten erhielten randomisiert im Verhältnis 2:1 eine selbstverabreichte subkutane Injektion von 200 mg Mipomersen oder Placebo wöchentlich über einen Zeitraum von 26 Wochen. Die Studie wurde an 26 Zentren in Nordamerika, Europa und Südafrika durchgeführt.

Die Gabe von Mipomersen führte zu einer Senkung des LDL-Cholesterins um 36 Prozent während es in der Placebo-Gruppe um 13 Prozent anstieg. Zudem konnte eine Senkung von anderen atherogenen Lipiden erreicht werden, die im Vergleich dazu in den Placebo-Gruppen ebenfalls angestiegen waren. Als unerwünschte Nebenwirkungen wurden lediglich Reaktionen an der Einstichstelle, grippeähnliche Symptome und ein Anstieg der Lebertransaminasen (ALT), der in keinem Fall zu Leberschäden führte, beobachtet. Auch in anderen Studien wurde ein Anstieg der ALT-Werte beobachtet.

Signifikanter Bedarf gegeben
Dr. Mary McGowan vom Concord Hospital Cholesterol Treatment Center, Concord, New Hampshire, USA dazu: „Es besteht ein signifikanter medizinischer Bedarf an neuen lipidsenkenden Therapien für Patienten wie jenen, die an dieser Studie teilgenommen haben. Es handelt sich dabei um Patienten, die bereits die maximal verträgliche Dosis von derzeit möglichen Behandlungsmethoden einnehmen und nach wie vor weit von den entsprechenden Zielwerte entfernt sind, wodurch sie ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse haben. Diese Patienten benötigen eine zusätzliche Lipidsenkung, die durch Mipomersen möglicherweise erreicht werden könnte.“

Auch die Ergebnisse der zweiten Studie, die anlässlich des ACC präsentiert wurde, sprechen eine deutliche Sprache: Mipomersen senkte das LDL-Cholesterin um 37 Prozent verglichen mit einer Senkung von 5 Prozent unter Placebo. An der Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie nahmen 158 Patienten mit Hypercholesterinämie (LDL-Cholesterin ≥ 100 mg/dl) und hohem Risiko für Koronare Herzkrankheiten teil, die bereits die maximal verträgliche Dosis von Statinen einnahmen. Die Patienten erhielten randomisiert im Verhältnis 2:1 eine selbstverabreichte subkutane Injektion von 200 mg Mipomersen oder Placebo wöchentlich über einen Zeitraum von 26 Wochen.

Als unerwünschte Nebenwirkungen wurden auch hier Reaktionen an der Einstichstelle, grippeähnliche Symptome und ein Anstieg der Lebertransaminasen (ALT) beobachtet. In der Placebo-Gruppe kam es während des Beobachtungszeitraums zu einem Todesfall aufgrund eines akuten Myokardinfarkts. Nach Studienende starb ein Patient aufgrund von Leberversagen, Acetaminophen-Vergiftung, Lungenentzündung und Myokardinfarkt 149 Tage nach Verabreichung der letzten Dosis von Mipomersen.

Noch 2011 Antrag auf die Zulassung
Auf der Grundlage von insgesamt vier Studien, die die beiden am ACC präsentierten einschließen, wird Genzyme den Antrag auf EU-weite Zulassung von Mipomersen für die Behandlung von Patienten mit homozygoter FH und massiver heterozygoter FH voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 stellen. Den Antrag auf Zulassung von Mipomersen für die Behandlung von homozygoten FH-Patienten in den USA wird Genzyme voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 stellen.
Paula Soteropoulos, Vice President und General Manager des kardiovaskulären Geschäftsbereiches von Genzyme betont: „Das große Potenzial von Mipomersen für Patienten, die dringend neue Behandlungsmethoden benötigen, erfüllt uns mit Optimismus. Wir werden die Entwicklung und Vermarktung von Mipomersen vorantreiben, um diese einzigartige zielgerichtete Behandlungsmethode genau jenen Patienten zukommen zu lassen, die mit den derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten nicht adäquat therapiert werden können.“

 

Über Mipomersen
Mipomersen ist der erste Vertreter einer neuen Substanzklasse, der Apo-B-Synthesehemmer, und befindet sich derzeit in der späten Entwicklungsphase. Die Substanz senkt LDL-Cholesterin, indem es die Bildung von atherogenen Lipiden verhindert. Die Wirkung beruht auf einer Verminderung der Produktion von Apo-B, der strukturellen Basis für alle atherogenen Lipide, die Cholesterin im Blut transportieren, darunter LDL-Cholesterin.
Genzyme und Isis haben vier Phase-III-Studien beendet, die die Grundlage für den Zulassungsantrag in den USA und der EU bilden. Die Phase-III-Studie mit Mipomersen bei homozygoten (ho) FH-Patienten ergab eine LDL-Cholesterin-Senkung um 25 Prozent. Die Phase-III-Studie bei heterozygoten (he) FH-Patienten ergab eine Senkung des LDL-Cholesterins um 28 Prozent.

Über Genzyme
Genzyme mit Hauptsitz in Cambridge/ Massachusetts (USA) gehört zu den weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen. In den letzten drei Jahrzehnten hat Genzyme eine Vielzahl bahnbrechender Therapien für teilweise bislang nicht behandelbare Krankheiten auf den Markt gebracht, um Patienten in 100 Ländern zu helfen. Das Biotechnologie-Unternehmen fokussiert bei seinen Forschungstätigkeiten den Bereich der seltenen Erkrankungen (Orphan diseases) und setzt dort den Schwerpunkt auf die lysosomalen Speicherkrankheiten. Daneben gehören die Behandlung von nephrologischen und kardiovaskulären Krankheiten, die Transplantationsmedizin und die Bereiche Autoimmunerkrankungen, Onkologie und maligne Schilddrüsenerkrankungen sowie orthopädische Anwendungsbereiche zum Forschungs- und Betätigungsfeld des Unternehmens.

Genzyme – Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält zukunftsgerichtete Aussagen hinsichtlich Geschäftsplänen und Strategien von Genzyme in Zusammenhang mit Mipomersen einschließlich – uneingeschränkter – Aussagen über die potenziellen Anwendungsgebiete von Mipomersen, den voraussichtlichen Zeitpunkt der Anträge auf Zulassung in den Vereinigten Staaten und der EU sowie der voraussichtlich als Grundlage für die Anträge auf Zulassung dienenden Studien. Diese Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die prognostiziert wurden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem: die Entscheidung der Zulassungsbehörden, weitere klinische Studien mit Mipomersen für einen Antrag auf Zulassung im Jahre 2011 notwendig zu machen; die Nichterzielung einer Einigung zwischen Genzyme und den Zulassungsbehörden hinsichtlich weiterer klinischer Studien; das Unvermögen von Genzyme, klinische Maßnahmen und andere Entwicklungsmaßnahmen in Zusammenhang mit Mipomersen weiter zu unterstützen; die Entscheidung der Zulassungsbehörden, dass das Sicherheitsprofil von Mipomersen nicht den Zulassungskriterien zur Behandlung einzelner oder aller Zielpopulationen entspricht sowie die Risiken und Unsicherheiten, die in der an die SEC übermittelten Akte der Firma Genzyme im Sinne des U.S. Securities Exchange Act von 1934 beschrieben sind, einschließlich der Faktoren, die im Abschnitt „Risikofaktoren“ im Formular 10-K des Geschäftsberichts von Genzyme für das Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2010 erörtert werden. Genzyme weist Investoren warnend daraufhin, sich nicht ungebührlich auf zukünftige Aussagen zu verlassen, die in dieser Pressemitteilung enthalten sind. Diese Aussagen gelten ausschließlich für den Zeitpunkt dieser Pressemitteilung und Genzyme ist nicht verpflichtet, diese Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.

Genzyme® ist eine eingetragene Marke der Genzyme Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Isis – Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen hinsichtlich der Kooperation von Isis mit Genzyme Corporation, ihrer Aktivitäten im Bereich Finanzen und Geschäftsentwicklung sowie der Entwicklung, Aktivität, des therapeutischen und kommerziellen Potenzials und der Sicherheit von Mipomersen bei der Behandlung von Patienten mit erhöhtem Cholesterin. Jede Aussage, die die Ziele, Erwartungen, Prognosen finanzieller oder anderer Natur, Absichten oder Annahmen von Isis beschreibt, ist eine zukunftsgerichtete Aussage, die als Risikoaussage betrachtet werden sollte. Solche Aussagen sind bestimmten Risiken und Unsicherheiten unterworfen, insbesondere solche, die im Verlauf der Entdeckung, Entwicklung und Kommerzialisierung von Medikamenten, die als sichere und wirksame Therapien für den Menschen eingesetzt werden sowie im Bestreben, solche Medikamente wirtschaftlich zu verwerten, inhärent sind. In den zukunftsgerichteteten Aussagen von Isis sind auch Annahmen eingeschlossen, die, wenn sie nicht erfüllt werden oder sich als unrichtig herausstellen, dazu führen können, dass die Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind. Obwohl die zukunftsgerichteten Aussagen von Isis den guten Glauben der Geschäftsleitung von Isis widerspiegeln, basieren diese Aussagen lediglich auf den der Firma Isis derzeit bekannten Fakten und Faktoren. Deshalb wird davor gewarnt, nicht auf zukunftsgerichtete Aussagen zu vertrauen. Diese und andere Risiken, die die Programme von Isis betreffen, finden sich in ausführlicherer Beschreibung im Formular 10-K des Isis-Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2010, der der SEC als Akte vorliegt. Kopien dieses Dokuments und anderer Dokumente werden vom Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Isis Pharmaceuticals ist eine eingetragene Marke der Isis Pharmaceuticals, Inc. Regulus Therapeutics ist eine Marke von Regulus Therapeutics Inc.


Presserückfragen:
Fischill PR

Kochgasse 4, 1080 Wien
Tel.: 0043 1 408 68 24-0
Email: office@fischill.at
www.fischill.at

Genzyme Austria GmbH
Stefan Nemec
0043 1 774 65 38 12
stefan.nemec@genzyme.com
 

 

 

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